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POLITIK

AfD plant Remigration – Deutschland sucht schon mal einen Klempner

admin · 09.09.2026 · 2 Min. Lesezeit
Grafik: AfD-Remigration - Wegen Personalmangel geschlossen
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Friedrich Merz hat im Bundestag ausgesprochen, was bei der AfD unter dem freundlichen Begriff „Remigration“ durchs politische Schaufenster gereicht wird. Der Kanzler bezeichnete das Konzept als „ethnische Säuberung nach Hautfarbe und Herkunft“.

Und plötzlich bekam die Debatte neben einer moralischen auch eine ausgesprochen praktische Dimension.

Denn Deutschland könnte nach einer groß angelegten „Remigration“ möglicherweise tatsächlich sehr deutsch werden. So deutsch, dass anschließend niemand mehr da ist, der Deutschland am Laufen hält.

Merz verwies auf Handwerk, Pflegeheime, Krankenhäuser und Gastronomie. Dort arbeiten zahlreiche Menschen mit Migrationsgeschichte. Würden die plötzlich fehlen, könnte die Bundesrepublik zwar stolz ihre neue ethnische Sortierordnung präsentieren – müsste aber leider wegen Personalmangels geschlossen bleiben.

„Deutschland den Deutschen“ – Öffnungszeiten: Dienstag 11:15 bis 11:40 Uhr, sofern Personal verfügbar.

Im Krankenhaus könnte die Umsetzung besonders interessant werden.

„Guten Tag, wir müssten dringend Ihren Blinddarm operieren.“

„Sehr gern.“

„Leider wurde der Chirurg remigriert.“

„Und die Anästhesistin?“

„Auch.“

„Pflege?“

„Schwieriges Thema.“

„Dann vielleicht Schmerztabletten?“

„Apotheke heute geschlossen. Personalmangel.“

Auch das Handwerk dürfte die neue nationale Reinheit mit Begeisterung begrüßen. Wer künftig einen Heizungsmonteur benötigt, könnte einen Termin für November 2039 bekommen. Voraussetzung: Die Heizung hält bis dahin durch und der verbliebene Installateur hat nicht vorher beschlossen, nach Österreich auszuwandern.

Besonders spannend wäre die Gastronomie.

Deutschland ohne Menschen mit Einwanderungsgeschichte könnte kulinarisch endlich zu seinen Wurzeln zurückkehren: Tiefkühlpizza, die niemand ausliefert, Döner ohne Dönerladen und italienische Restaurants, in denen Kevin aus Castrop-Rauxel erklärt, dass „Carbonara traditionell mit Kochsahne“ zubereitet werde.

Die AfD könnte anschließend ein neues Förderprogramm auflegen: „Ein Volk, ein Herd, kein Koch.“

Auch die Wirtschaft müsste sich anpassen. Unternehmen suchen bereits heute vielerorts Arbeitskräfte. Nach einer großflächigen Aussortierung nach Herkunft könnte sich der Fachkräftemangel endlich konsequent weiterentwickeln – zum Fachkräftegedächtnis.

Personalabteilungen müssten ihre Stellenanzeigen entsprechend modernisieren:

„Gesucht: Arzt, Elektriker, Altenpfleger, Ingenieur, Koch, Busfahrer und Softwareentwickler. Gerne dieselbe Person. Sofort.“

Vielleicht liegt genau darin das bislang unterschätzte Genie der „Remigration“: Deutschland löst den Fachkräftemangel nicht dadurch, dass es mehr Fachkräfte bekommt.

Es schafft einfach die Wirtschaft ab, die welche benötigt.

Merz' Angriff legt damit einen bemerkenswerten Widerspruch offen: Wer Millionen Menschen vor allem nach Herkunft betrachtet, sollte besser vorher prüfen, wer morgens die Krankenhäuser öffnet, Häuser baut, Maschinen repariert, Busse fährt und Großeltern pflegt.

Sonst könnte am Ende tatsächlich das ersehnte Deutschland entstehen:

Herrlich homogen. Wunderbar aufgeräumt. Und wegen Personalmangels dauerhaft geschlossen.

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