Michigan meldet politischen Totalschaden: Demokraten bekämpfen sich selbst – Republikaner sparen Wahlkampfkosten!
In Michigan ereignet sich kurz vor den Kongresswahlen ein politisches Wunder: Die Demokraten haben eine völlig neue Strategie entwickelt, um Donald Trump zu besiegen. Sie unterstützen einfach seine Kandidaten!
Was zunächst wie eine republikanische Wunschfantasie klingt, ist tatsächlich passiert. Die Demokratin Haley Stevens verlor die parteiinterne Vorwahl gegen Abdul El-Sayed und erklärte anschließend, sie werde lieber den Republikaner Mike Rogers unterstützen.
Die politische Botschaft ist eindeutig: Wenn ich nicht gewinnen darf, soll wenigstens meine Partei verlieren!
Politikwissenschaftler sprechen bereits vom revolutionären Stevens-Prinzip: Wer eine demokratische Abstimmung verliert, akzeptiert das Ergebnis selbstverständlich. Allerdings ausschließlich bis zur nächsten Gelegenheit, es politisch zu sabotieren.
Der republikanische Kandidat Rogers dürfte sein Glück kaum fassen können. Während andere Politiker Millionen für Wahlkampfhilfe ausgeben, bekommt er seine Unterstützung direkt aus der gegnerischen Mannschaft geliefert.
Das ist ungefähr so, als würde beim Fußball der ausgewechselte Stürmer aus Protest plötzlich für den Gegner Tore schießen.
Und anschließend behaupten, er wolle damit seiner ursprünglichen Mannschaft helfen.
Donald Trump zeigte sich begeistert.
Der Präsident, der Demokraten normalerweise ungefähr so sympathisch findet wie unangekündigte Steuerprüfungen, lobte Stevens plötzlich für ihren Mut.
Ein historischer Augenblick: Trump entdeckt eine Demokratin, die ihm gefällt – weil sie aufgehört hat, sich wie eine Demokratin zu verhalten.
Im Weißen Haus wird deshalb vermutlich bereits überlegt, ob man demokratische Vorwahlen künftig finanziell fördern sollte. Schließlich produzieren sie offenbar zuverlässiger republikanische Wahlkampfhilfe als sämtliche konservativen Strategieberater zusammen.
Bei den Demokraten herrscht dagegen Entsetzen.
Chuck Schumer bezeichnete Stevens’ Verhalten als Verrat. Parteistrategen dürften inzwischen verzweifelt prüfen, ob man politische Geschlossenheit vielleicht bei Amazon bestellen kann.
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Abdul El-Sayed selbst gibt sich demonstrativ gelassen. Er denke nicht an Stevens, sondern an die Menschen in Michigan.
Eine vernünftige Haltung. Schließlich ist es schwierig genug, politische Gegner zu bekämpfen, ohne gleichzeitig die eigenen Parteifreunde aus dem Rücken entfernen zu müssen.
Hinter dem absurden Spektakel stehen durchaus ernsthafte politische Differenzen, insbesondere über Israel und die Ausrichtung der Demokraten.
Doch statt diese Konflikte politisch auszutragen, präsentiert die Partei ihren Wählern nun eine besonders originelle Form innerparteilicher Demokratie:
Der Verlierer entscheidet anschließend, dass der Gewinner gefälligst ebenfalls verlieren soll.
Die Republikaner beobachten das Schauspiel mit wachsender Begeisterung.
Warum noch teure Wahlkampfspots produzieren, wenn sich die Opposition freiwillig selbst demontiert?
Trump könnte seine Wahlkampfstrategie inzwischen drastisch vereinfachen: Golf spielen, Fernsehen schauen und gelegentlich applaudieren, wenn wieder ein Demokrat zum republikanischen Wahlhelfer mutiert.
In Michigan wird unterdessen fieberhaft nach politischer Einheit gesucht. Gefunden wurde bislang nur ein parteiübergreifender Konsens: Alle wollen gewinnen, nur möglichst nicht gemeinsam.
Die größte Gefahr für die Demokraten ist damit offenbar nicht Donald Trump. Sondern ein Demokrat, der gerade gegen einen anderen Demokraten verloren hat.
Und während Trump über den möglichen Wahlerfolg jubelt, bleibt eine bittere Erkenntnis:
Die Republikaner müssen die Demokraten gar nicht mehr besiegen. Sie müssen nur verhindern, dass diese versehentlich aufhören, sich selbst zu schlagen.




